Haut-, Fuß- und Nagelpilz
Pilzinfektionen der Haut und Nägel werden als Mykosen bezeichnet. Je nach Erreger und Körperregion können unterschiedliche Erscheinungsbilder entstehen. Eine dermatologische Untersuchung ist sinnvoll, weil Ekzeme, Schuppenflechte, mechanische Nagelschäden und andere Hauterkrankungen ähnlich aussehen können.
Nagelpilz
Nagelpilz, medizinisch Onychomykose, kann Finger- oder Zehennägel betreffen. Mögliche Veränderungen sind Verfärbung, Verdickung, Brüchigkeit oder eine Ablösung von Anteilen der Nagelplatte. Solche Zeichen beweisen allein noch keine Pilzinfektion.
Vor einer Behandlung werden betroffene Nägel und angrenzende Haut untersucht. Die Therapie richtet sich nach Befund, Ausmaß, Zahl der betroffenen Nägel, Begleiterkrankungen und bisherigen Behandlungen. Je nach Situation kommen örtliche oder systemische Behandlungsformen in Betracht.
Hautpilz und Tinea
Dermatophyten können Infektionen an unterschiedlichen Hautregionen verursachen. Je nach Lokalisation werden beispielsweise Tinea corporis an der Körperhaut oder Tinea pedis am Fuß unterschieden. Typische Veränderungen können gerötet, schuppend oder randbetont sein; das Erscheinungsbild ist jedoch nicht immer eindeutig.
Fußpilz
Fußpilz betrifft häufig die Zehenzwischenräume, kann aber auch andere Bereiche des Fußes einbeziehen. Juckreiz, Schuppung oder kleine Einrisse können vorkommen. Eine Untersuchung hilft, Fußpilz von Ekzemen, Reizungen und anderen Ursachen abzugrenzen.
Candida und andere Hefepilze
Hefepilze der Gattung Candida können dermatologisch relevante Infektionen verursachen, etwa an Hautfalten oder im Bereich von Nägeln und Nagelwällen. Candida wird hier ausschließlich im Zusammenhang mit konkreten Haut- oder Nagelbefunden betrachtet. Unspezifische Allgemeinbeschwerden werden nicht pauschal als Candida-Erkrankung eingeordnet.
Diagnostik
Entscheidend ist zunächst die Untersuchung der betroffenen Haut oder Nägel. Bei entsprechender medizinischer Fragestellung kann Material für eine mikrobiologische Untersuchung entnommen werden. Welche Probenart und Untersuchungsmethode sinnvoll ist, richtet sich nach Befund, Lokalisation und geplanter Behandlung.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung wird individuell festgelegt. Abhängig von Körperregion, Ausmaß, Erregerverdacht und Begleiterkrankungen können äußerlich anzuwendende oder einzunehmende Arzneimittel infrage kommen. Bei Nagelpilz ist häufig ein längerer Verlauf zu berücksichtigen, weil gesunder Nagel langsam nachwächst.
Begleitend kann besprochen werden, wie Feuchtigkeit, gemeinsam genutzte Textilien oder eine erneute Übertragung reduziert werden können.
Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?
Eine ärztliche Abklärung ist besonders sinnvoll, wenn Haut- oder Nagelveränderungen anhalten, sich ausbreiten, schmerzen, wiederkehren, mehrere Nägel betreffen oder eine bisherige Selbstbehandlung nicht geholfen hat. Auch vor einer systemischen Behandlung sollte die Diagnose ärztlich gesichert werden.